Das Konzept – Was ist zu tun?

Unsere Arbeitswelt soll lebenswert sein, denn Arbeitszeit ist Lebenszeit!

Die „Initiative Lebenswerte Arbeitswelt“ (ILWA) hat zum Ziel, dass die Bedürfnisse von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus beruflicher, familiärer und individueller Sicht mit den Zielen von Unternehmen in Einklang gebracht werden können. Aufbauend auf die Grundsätze will die „Initiative Lebenswerte Arbeitswelt“ Prozesse unterstützen, die dazu beitragen, das Arbeitsklima, die MitarbeiterInnenzufriedenheit und den betrieblichen Gesundheitsschutz einschließlich der Prävention von psychischen Erkrankungen und das betriebliche Gesundheitsmanagement zu optimieren. Der Schutz vor Burnout sollte zu einem Unternehmensziel werden.[1] Wir wollen Führungskräfte in Unternehmen durch Gestaltung geeigneter Rahmenbedingungen unterstützen[2], damit „Gesundes Führen“ möglich ist.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss auch vermittelt werden, dass für sich selbst zu sorgen nicht bedeutet, egoistisch oder unkollegial zu sein, sondern in kluger Voraussicht zu handeln, um die eigenen Ressourcen nicht zu verschleißen und die eigene Leistungsfähigkeit auf Dauer zu erhalten. Es ist wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen.

Die Initiative hat sich zur Aufgabe gemacht, Prozesse im Sinne einer „Lebenswerten Arbeitswelt“ voran zu treiben und Partner auf wissenschaftlicher Ebene, auf Unternehmerseite oder als Institution, etc. dafür zu finden. Diese Netzwerkpartner arbeiten gemeinsam an der Erstellung und Weiterentwicklung von Parametern und transparenten Messgrößen sowie Informations- und Kommunikationsplattformen, um Unternehmen im Sinne einer „Lebenswerten Arbeitswelt“ erkennen und benennen zu können. Gemeinsam soll dadurch möglichst rasch und möglichst breit das Bewusstsein geschaffen werden, dass Unternehmen, die auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten, langfristig Gewinner im Wettbewerb auf dem Markt sind.

Die „Initiative Lebenswerte Arbeitswelt“ (ILWA) möchte durch Bewusstseinsbildung und konkrete Lösungsansätze den Blick auf das Gelingen und nicht auf das Scheitern richten. Gesunde Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in gesunden Unternehmen arbeiten gerne und mit vollem Einsatz!

[1] Mag. Stefan Geyerhofer, Seminarunterlagen „Prävention und Therapie von Burn Out und Erschöpfungssyndrom: Praxisseminar für PsychotherapeutInnen und SupervisorInnen“

[2]  Paul Jimenez (2013). Arbeits- und Organisationspsychologische Aspekte der Burnoutprävention. Journal Psychologie des Alltagshandelns, 6 (1), S. 13-21.